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Lehrermangel – „Wie steht es um die Schulbildung?“

24.10.2020 | Das geht uns alle an

Lehrermangel – „Wie steht es um die Schulbildung?“

Bundesweit ist das Thema Bildung nicht nur durch Corona in den Blickpunkt gerückt. Besonderer Schmerzpunkt hier. Lehrermangel. Immer wieder liest man von Stundenausfall und Lehrern, die „fachfremd“ unterrichten, also in Fächern, die nicht ihrem Studium entsprechen.

 

Wir beleuchten hierzu die Situation in Hessen und Rheinland-Pfalz.

In Rheinland-Pfalz wurden im Jahr 2020 etwa 1.000 neue Lehrer eingestellt und man verfügt über einen Vertretungspool mit 1.625 verbeamteten Lehrern als Personalreserve, weshalb sich das Land relativ gut gerüstet sieht. Allerdings gibt es hier Unterschiede zwischen den Schularten. Bei Förderschulen zum Beispiel ist die Personalsituation trotz aller Bemühungen noch bedenklich. Auch räumlich stellt sich die Situation, ins besondere bei Vertretungsbedarf, differenziert da. Generell, so bemängelt die Lehrer-Gewerkschaft GEW, werde von der Politik zu wenig getan, um den Lehrerberuf attraktiv zu halten.

In Hessen sei der Mangel an Lehrern am stärksten an den Grundschulen, aber auch für Berufsschulen und in Förderschulen gebe es deutlich zu wenig Lehrkräfte, klagt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hessen (GEW). Bei den weiterführenden allgemeinbildenden Schulen existierten erhebliche Probleme in einzelnen Mangelfächern, etwa Physik oder Musik. Und auch das zum Teil hohe Alter eines Kollegiums hat sich zuletzt während Corona als Hürde erwiesen.